Recitals

Violinist Natasha Korsakova Joins Triangle Artists for a Glorious Afternoon of Music

If one believes that art imitates nature, this recital served as the perfect example. Outside St. Michael's Episcopal Church in Raleigh, late afternoon light illuminated the leaves so the colors were spectacular. Inside the nearly packed sanctuary, music lovers listened to great music performed by a stellar group of players. Featured violinist Natasha Korsakova was joined by guest artists Kevin Kerstetter, organ, Ariadna Nacianceno, piano, and Katherine Kaufman Posner, soprano.
Natasha Korsakova has deep musical roots... With all this experience and training, Ms. Korsakova demonstrated a genuine ease on the stage. Engaging with her audience, she has the grace and charm of a fully developed superstar.
Korsakova's repertoire is impressive, and the afternoon's recital pieces were well chosen. She began with Tomaso Antonio Vitali's Chaconne, a piece greatly loved by violinists but with an uncertain authorship because of the unusual modulations. Heifetz, who played lots of arrangements, also performed it. This arrangement with organ worked particularly well in the sanctuary. I closed my eyes, imagining myself in Italy. Her instrument, made in 1765 by Vincenzo Panormo, sounded beautiful, particularly on the bass side. Her open G string is deep and rich. Notes on the E string shimmered. With flawless technique, Korsakova made the instrument sing. Organist Kevin Kerstetter played with great sensitivity until the very last variation (marked forte), where the organ overpowered the violin. The audience approved, however, and offered plenty of applause.
Vitali's work was just the warm-up for J.S. Bach's Chaconne for solo violin, one of the great works for the instrument. Korsakova marked it with her own style, playing the inner rhythms with speed and great clarity; like a master painter, she treated the perilous string crossings as if she were dabbing them with a brush. She smiled frequently as if to say, "I'm in love with this music." This piece can sound like a labored war horse on a violin with a modern set-up. Not so for this violinist!

Korsakova played two pieces with Adriadna Nacianceno: the famous Ballade and Polonaise, Op. 38, by the 19th century Belgian violinist and composer, Henri Vieuxtemps, and Astor Piazzolla's "Grand Tango," a piece Gidon Kremer made popular with his Hommage à Piazzolla (1996). The two artists played together like dancers, capturing the exotic feel of the tango. I was disappointed in their choice to close the piano lid, which squashed the beautiful overtones, especially from the upper registers. Nevertheless, I was impressed with their fine collaboration and sheer joy in performing together. I hope they do more.
In response to the enthusiastic audience cry for more, the duo returned for an excerpt of "Grand Tango." Their performance was, again, marvelous.

Korsakova and Kerstetter accompanied the wonderful soprano Katherine Kaufman Posner in "Erbarme dich" from J.S. Bach's St. Matthew Passion.

All told, it was a glorious afternoon of music.

Korsakova will travel to other destinations on the East Coast this month. On behalf of her friends in North Carolina, I wish her well.
CVNC – Online Art Journal in North Carolina

 

Meisterhafte Korsakova

Virtuose Beherrschung des Instruments. Überzeugend auch Gallardo.

Der Auftritt der jungen russischen Geigerin Natasha Korsakova anlässlich des letzten Konzerts im Rahmen der Ausstellung Gli Incontri dell'Accademia 2007 im bis auf den letzten Platz ausverkauften Sala Maffeiana stieß auf große Resonanz. Und das Interesse wurde nicht enttäuscht, denn die Konzertviolinistin konnte zeigen, dass sie mehrere Eisen im Feuer hat - sowohl unter dem Aspekt ihrer angeborenen Musikalität als auch ihrer Virtuosität.

Mit exakt der richtigen Dosis an Spontaneität und Zartheit bewies die Solistin dann im Schlussteil des Konzerts ihre außerordentliche Beherrschung des Instruments, die sie gewiss dem Unterricht ihres Vaters Andrei, selbst ein berühmter Konzertmusiker, verdankt. Unter ihren Händen beginnt die Geige zu singen, der Klang ist unverfälscht, echt und so voller intimer Expressivität, dass ihre Darbietung in keiner Sekunde in eine einfältige und haltlose Sentimentalität abgleitet. Besonders deutlich wird dies in der Interpretation des Andante der Mozart-Sonate KV454 und des Themas mit Variationen der Sonate Opus 12 Nr. 1 von Beethoven, die sie gemeinsam mit ihrem Kollegen, dem ungewöhnlich kraftvoll spielenden argentinischen Pianisten José Gallardo, mit großer Eleganz und Eigenständigkeit zu Gehör bringt.

Der Enthusiasmus der Korsakova ist fühlbar und ansteckend - wie auch bei Gallardo, der sie das gesamte Konzert hindurch mit Empathie und in perfektem Einklang begleitet.

Bei der Sonate in g-Moll von Debussy, dem zentralen Teil ihrer Darbietung, scheint sie sich jedoch gegenüber dem Rest des Programms noch zu steigern. Besonders beim Très anime des Finale, einer absolut entfesselten Gigue, die in ihrer Hervorkehrung des kreativen Schwungs und der Lebenslust perfekt interpretiert ist - verblüffend. Das Konzert endet mit augenzwinkernden - selbstverständlich virtuos ausgeführten - Anspielungen auf Gershwins populären „Ein Amerikaner in Paris" (in einem Arrangement von Heifetz) und der Phantasie von „Porgy and Bess" (in einem Arrangement von Frolov). Bei dem berühmten Thema Summertime erklimmt die Korsakova mit hoher Klangintensität und Interpretationskunst den Gipfel ihrer Darbietung, bei der jedoch stets Gershwins Musik die Hauptrolle spielt.

Die beiden Künstler ernteten am Ende viel Applaus und verabschiedeten sich mit einer Zugabe aus „Die lustige Witwe" von Léhar.
L'Arena

Alle Farben Gershwins auf der Bühne

Zuerst die Musik, dann der Text. In Erwartung der Beiträge der Veranstalter, Gäste und offiziellen Stellen schufen die Geigerin Natasha Korsakova und der Pianist José Gallardo einen verführerischen Klangrahmen für die offizielle Vorstellung von „America!" auf der Bühne des Teatro Grande und führten das Publikum in die Notenlinien der Neuen Welt ein.

Das kurze, kraftvolle Konzert zeichnete mit den Arrangements von Jasch Heifetz, in denen der Geige die schwierige Aufgabe zukommt, die Melodien Gershwins in allen Klangfarben erblühen zu lassen, ein bislang noch unbekanntes Bild des Komponisten George Gershwin.

Den Anfang machten fünf Stücke aus der Oper „Porgy and Bess", fünf weise Miniaturen in der Schwebe zwischen europäischer Form und amerikanischem Rhythmus, mit José Gallardo am Klavier, der die Klangflecken verdichtete, welche die Geige der Korsakova in einem unbeständigen und verwickelnden kontrastreichen Spiel in weiten Klanglinien ausgebreitet hatte.

Erhabene Widersprüche, Markenzeichen von Gershwins Musik - anspruchsvoll und volkstümlich, leicht und raffiniert zugleich - die in „Summertime", einem der bekannteren und häufig aufgeführten Werke des amerikanischen Autors, zu einer einzigartigen und wunderbaren Balance finden. Unwiderstehlich die feurige Lyrik und das schmerzlich-süße Spiel der Korsakova.

Übermütiger und respektloser kommt Gershwins Musik in „Ein Amerikaner in Paris" gleich im Anschluss daher. Ursprünglich als Symphonie und bunte Fundgrube aus Klanginventionen komponiert, verliert das Werk in der Fassung für Klavier und Geige ein wenig an Ausstrahlung und Nuancenreichtum. Gleichzeitig tritt in der musikalischen Erzählung der ungestümen Begegnung einer Amerikanerin mit Europa seine bissige Selbstironie deutlicher zu Tage.

Eine brillante Darbietung, bei der zwischen Saiten und Bogen die Humorfunken sprühen; den Klaviertasten bleiben die kuriosen Klangeffekte vorbehalten.

Das Finale: zwei kurze Präludien, flüchtige Aquarelle, die aus der glücklichen Verbindung zwischen grellen melodischen Pinselstrichen und einem stets kraftvollen rhythmischen Bogen hervorgehen.

In einem intimen und angenehmen Zwiegespräch vom Klavier mitgerissen, entzündet sich die Geige an Folkklängen, durchzogen von Klassikreminiszenzen und Pop-Anklängen.

Am Ende ehrlicher Beifall für die Künstler und die Klangmagie Amerikas.
Giornale di Brescia

Tieftragisch in das große Finale

„... Vier Liedern aus „Viel Lärm um nichts“ von Erich Wolfgang Korngold, ein geschickter und vom Publikum dankbar angenommener Schachzug. Zumal Natasha Korsakova mit ihrer Violine sowieso alle im Saal strahlen ließ. Mit genannten Korngold-Liedern brillierte die Russin zupackend wie zart, bezauberte mit betörender Ausstrahlung, rückte mit ihrem Spiel wahrhaft auf den Leib. Die Begleitung am Flügel durch Ira Maria Witoschynsky war hier von vorzüglicher Konsequenz und Gelöstheit. Hoch verdient der Applaus am Ende für alle Musiker....“
„Allgemeine Zeitung“

Farbenreiche Weiten, sinnliche Erfahrung

"... Dass sich Korsakova auch schriftstellerisch betätigt, erklärte wohl den narrativen Zugriff, aus dem die Geigerin die Besonderheit ihres Spiels formte. Nach dem brillant ersonnen Allegro entspann sich ein zartes, und doch leidenschaftliches Andante, das Gallardo mit Klangreichtum ausstattete. Es war schon eine Freude, die Ästhetik der technischen Gewandtheit des vielfach preisgekrönten Pianisten zu hören… Das Allegretto-Finale entwickelte sich denn auch zu einem Feuerwerk, nicht protzig, doch voller Lichtblitze. Sie verschwanden alsbald, als Beethovens c-Moll der Sonate op. 30/2 eine dramatische Wendung herbeiführte. Auch hier entstand aber ein plastisches Bild, mit Erregung und aufgewühltem Temperament grundiert… Im Adagio breitete Gallardo eine einfühlsame Wärme aus, in der Korsakova einen innigen Gesang anstimmen konnte, der in einem Scherzo von emotionsgeladener Rhythmik mündete. Das energisch aufbrausende Element beherrschte vor allem Gallardo meisterhaft. Im Allegro-Finale Beethovens kündigte aber auch Korsakova, an, worum es im zweiten Teil gehen sollte: Bravour in diversen Schattierungen. Der legendäre Geiger Jascha Heifetz hatte die 5 Fragmente aus "Porgy and Bess" von George Gershwin für das Duo Geige und Klavier bearbeitet. Wie im berühmten Beispiel Paganinis ging es vor allem darum, alle Spielarten der Violine virtuos zu demonstrieren - und Korsakova tat es, doch mit Bedacht. Sie suchte die Differenzierung, nicht den vordergründigen Effekt, stimmte sich mit dem grandiosen Klavierpart Gallardos ab ..."
Süddeutsche Zeitung

OFFENBARUNG IM "HINTERZIMMER" - Natasha KORSAKOVA und Robert POBITSCHKA konzertieren im Wiener Grossen Ehrbarsaal

"... Wollen Sie die Weltklasse, die Sie in den grossen Konzertsälen oft bitter vermissen, zu erleben wünschen, sollten Sie mitunter einen Blick auf Wiens Nebenschauplätze werfen!... Die russisch-griechische Geigerin Natasha Korsakova und der Österreichische Pianist Robert Pobitschka überraschten die Zuhörer mit einem Konzert der Sonderklasse! In einem Zusammenspiel, getragen von genialem Selbstverständnis, hypnotisierten die beiden Künstler ab der ersten Note ihr Publikum. Bachs Sonate IV in c-Moll glich stellenweise einer magischen Beschwörungsformel, die Bachs Wesen wie einen Strahl in den Saal fokusierte: Bach ist ein Komponist aus Fleisch und Blut! Die anschliessende Sonate-Ballade von Eugene Auguste Ysaye für Violine solo bestach in der gleichermassen rhapsodischen wie transparenten Konzeption der Geigerin, bemerkenswert ihr technisches Können... Nach der Pause erklang Robert Pobitschkas eigene Komposition "Kyrie", gewidmet der Natur, uraufgeführt bei den Vereinten Nationen in Wien zum Internationalen Tag der Erde 2002. Pobitschkas Werk ist ein Bekenntnis zur Liebe, aber auch ein Aufschrei angesichts der Zerstörung unseres Planeten... Das Publikum reagierte sowohl angenehm überrascht als auch mit Erstaunen. Wie ein einziger Wurf gelang den beiden Künstlern die anschließende Sonate in G-Dur op. 78 von Johannes Brahms. Das vollkommen synchrone Spiel der beiden war von glühender Leidenschaft erfüllt und zugleich abgründig tief, so, wie der Meister aus Hamburg selbst gewesen sein mag."
Der Neue Merker

Grandioses Zusammenspiel eines überaus talentierten Duos

"Sowohl stilistisch und technisch als auch musikalisch vollendet zeigte das Duo Natasha Korsakova und José Gallardo die perfekte, mitreißende Bandbreite seines Könnens: die beiden jungen Künstler spannten einen gewagten Bogen von den klassischen Sonaten über filigrane Musik der Spätromantik bis hin zu einem Feuerwerk des zeitgenössischen "Tango nuevo" - und überzeugten auf ganzer Linie mit diesem kontrastreichen Programm...
Im dritten Satz der Mozart Sonate B-Dur KV 378 sollte sich nun endgültig der Eindruck von Korsakova als gefeierte Mozart-Interpretin festigen, denn hier bewies sie gemeinsam mit ihrem Partner präzises und keckes Musizieren ohne abzuflachen und beliebig zu werden... Noch mehr in ihrem Element stürzten sich die Künstler in Beethovens große Sonate c-Moll. In ihrer Anlage dramatisch erweist sich diese Sonate vor allem in den Ecksätzen als ein ungeheuer heroisches und fesselndes Werk. Fühlbare Spannung herrschte zwischen der Geigerin und ihrem Begleiter bei dem geheimnisvollen ersten Thema der Exposition, die sich auf das zweite nicht weniger kämpferische Thema übertrug. In der großen Coda am Ende des Allegro con brio unterstrichen die Interpreten die völlig andere Farbgebung dieser Musik im Gegensatz zu dem perlenden Mozart. Aber auch hier hielt sich Gallardo trotz des vollgriffigen Klaviersatzes zurück. Und zu welch herrlichem Preis: das Publikum bekam eine Ausnahmegeigerin zu hören und zu sehen, die diese große Sonate beherrschte!"
Westfälische Post

Schlosswochen mit fulminantem Finale

"... Schlicht brilliant war das, was Violinistin Korsakova zum Abend beitrug: Ihre Mimik, mal freudvoll, dann forsch und auch zurücknehmend, verriet die enorme Empathie ihres Wirkens, das mit charismatischer Fülle den Raum durchdrang. Sensationell schlechthin: Das Schlusstück "D´un Matin de Printemps" von Lili Boulanger. Mit bestechendem Gefühl für Dramatik stachelte sich das Duo Korsakova/Witoschynskyj an, behütete sich ebenso, bis sich beide schließlich in einem fulminanten Finale zu unglaublicher Dichte emporschraubten. Unglaublich fein harmonierende, excellente und dazu offenbar auch menschlich noch so sympathische Künstlerinnen, zu recht geschmeichelt von Bravo-Rufen, Zugaben, Stürmen von Applaus: Der letzte Schlosswochen-Abend war eine großer Erfolg."
Allgemeine Zeitung

Große Kunst an Violine und Klavier

"... Bewundernswert, wie die Tiefe des Brahmschen Gefühllebens wiedergegeben wurde: Es gab keinen Ausrutscher in Richtung unangemessener Dramatik oder sentimentaler Gefühligkeit - selten hat mich Brahms‘ ganz eigenes Sentiment so sehr gefangen, berührt.... Ganz anders vom Werkcharakter war Beethovens Sonate c-Moll gewesen. In den Ecksätzen wechselte typische Beethovensche Wucht mit innigen gesanglichen Passagen. Bemerkenswert die einfühlsame Gestaltung von Sechzehntel-Passagen und grollenden Tremuli im ersten Satz durch den Pianisten. Hier wie auch im vierten Satz verband sich überzeugende Beherrschung der Technik mit eindrucksvoller Werktreue... Große Kunst, eindrucksvolles, kultiviertes Spiel."
Siegener Zeitung

Wahrhaftiges Sonderkonzert

"... Das Duo Korsakova - Gallardo verzauberte das Publikum rund zwei Stunden mit ausgefeilten Tonvariationen großer Meister: Mozart, van Beethoven, Brahms und Piazzola wurden in sinfonischer Perfektion zu Gehör gebracht. Dabei verbanden sich musikalisches Feingefühl, künstlerisches Interpretationsvermögen und perfekte Intonation auf oberstem Niveau... Ob Beethovens Sonate c-Moll, Brahms oder Piazzolas "Grand Tango" - Korsakova und Gallardo schafften es, diese unnachgiebig anspruchsvollen Meisterwerke mit einer derartigen Leichtigkeit vorzutragen, dass man vermuten konnte, sie hätten niemals etwas anderes getan. Mit einzigartiger Eleganz flog die Geigerin geradezu über die Noten und verwandelte sie wie mechanisch in ein melodiöses Gesamtwerk, das ergreifender nicht hätte sein können. Mit tosendem Beifall bedankte sich das Publikum für eindrucksvolle Stunden, die wahrhaftig ein Sonderkonzert waren."
Westfälische Rundschau

Natasha Korsakova, Violine
Jose Luis Gallardo, Klavier

Caspary-Saal, The Rockefeller University

"Natasha Korsakova ist eine außergewöhnlich talentierte Geigerin. Sie spielt mit größter Einsicht in die Werke, die sie spielt, interpretiert mit einer Gabe zu fühlen, was der Komponist höchstwahrscheinlich fühlte,  und überträgt es auf das Publikum. Die am 11. März Anwesenden waren in Ehrfurcht vor Korsakovas herausragender Technik, mehr aber noch entzückt und aufgerüttelt von ihrem erlesenen Ton und ihrer großen Bühnenpersönlichkeit. Es schadete nicht, dass ihr Pianist, Jose Luis Gallardo, perfekt mit ihr harmonierte - sowohl als Begleitung als auch als Persönlichkeit.

Sie gaben durchweg konstant ausgefeilte Darbietungen während ihres fantastischen Auftritts. Korsakova spielte Beethovens Sonate Nr. 8 in G-Dur mit einem starken, samtigen Ton. Gallardo sorgte für eine leichte, aber unverwechselbare Färbung, indem er rhythmische Aufregung in die Musik brachte, ohne seine Partnerin zu überwältigen. Ihre Energie ließ nie nach, es herrschte durchwegs ein geistreicher Sinn für Humor, und ihre Phrasen wurden mit Eleganz und Finesse dargeboten. Insbesondere der zweite Satz hatte eine Fülle an differenzierter Ausgewogenheit, Farbe und Tempowechseln. Das Ritardando am Ende des zweiten Satzes, zum Beispiel, war zeitlich perfekt abgestimmt - mit Verzierung und allem.
In dem Solowerk von Ysaye: L' Aurore aus der Sonate in G-Dur, op. 27 Nr. 5, klang Korsakova ein wenig vorsichtiger, aber sie bewältigte die verzwickten Doppelgriffe und Sprünge ohne jegliche Probleme. Das folgende Stücke, das Heifetz-Arrangement von Gershwins Fünf Fragmenten aus "Porgy and Bess", wurde brilliant ausgeführt. Korsakova gestaltete die Portamenti (Hinübergleiten) sowohl mit Gespür als auch mit Geschmack.
Und sie klang, als gehöre sie auf die Bühne der MET mit Opernbesetzung, als sie Gershwins inspirierte Melodien auf ihrer Geige sang, treu gegenüber den Texten der Originalsongs und den Charakteren, die sie singen. Sie schmetterte auch einen großen, üppigen Klang heraus. Einer der Gründe, weshalb ihr wunderschöner Klang so gut trägt, ist, dass sie durch das ganze Programm hindurch mit vollem Bogen strich - vom Frosch bis zur äußersten Spitze. Natürlicherweise variierte sie den Grad an Strichgeschwindigkeit und Bogendruck, womit sie stilistische und farbliche Kontraste erzeugte, die sie zu der interessanten Künstlerin machen, die sie ist. Der Gershwin war großartig, aber er wurde erstaunlicherweise übertroffen von einer elektrisierenden Darbietung Sofia Gubaidulinas grandioser Arrangements von Piazzollas "Grand Tango". Ihr Spiel schwanke hin und her, sprang heraus und neckte, aber wichtiger noch, es gewann an Schwung vom Anfang bis zum Ende, wobei Gallardo gegen Ende höhepunkartige, virtuose Elemente hinzufügte. Er ist ein fabelhafter Pianist und Kammermusiker - technisch brilliant, gleichzeitig aber sowohl sensibel als auch energisch, wenn er nicht in vorderster Reihe steht. Dieses fantastische Künstlerpaar muss bald nach New York wiederkommen. Carnegie Hall, hörst Du zu?"
New York Concert Review

SÜNDHAFT SCHÖNES HÖRERLEBNIS

"... Diesmal waren es die russische Ausnahmegeigerin Natasha Korsakova und ihr kongenialer Partner am Klavier, José Gallardo, die sich mit einem explosiven Programm aus Tartini, Ysaye, Beethoven, Paganini, Saint-Saens und Franck daran machten, den Beton festgefügter Meinungen wegzusprengen. Was dabei unter der Oberfläche zum Vorschein kam, war nicht nur ein sündhaft schönes Hör-, sondern auch ein aufregendes Aha-Erlebnis. Denn wenn Natasha Korsakova die Saiten ihrer Violine liebkost, dann ist nichts mehr so, wie es einmal war. Das erwachsen gewordene Wunderkind aus Moskau gibt Komponisten und einzelnen Werken das zurück, was ihnen die Mechanismen des Konzertmarkts allzu oft verweigern: ihre vernachlässigten, bisweilen fremden Seiten, die ihnen freilich ebenso wesenhaft sind. Auf diese Weise werden Ambivalenzen und Übergänge spürbar, die von der gerne servierten Einheitssoße vieler Konzerte häufig übertüncht werden. Die fruchtbare Spannung zwischen barocker Haltung, galantem Verzierungsspiel und chromatischer Leidenschaft, wie sie etwa in Tartinis "Teufelstriller"-Sonate zum Ausdruck kommt. Natasha Korsakova wird allen drei Facetten Tartinis gerecht, wenn sie ihn mit einem wohltuend unprätenziösen Larghetto vom Stigma des italienischen Zuckerbäckers befreit und als Vorvater der musikalischen Stürmer und Dränger interpretiert. Das hat immer noch bewegenden, ja anrührenden Schmelz, doch er gerinnt nicht zum süßlichen Papp.
Oder Natashas raffinierte Verwandlung Paganinis: Aus dem diabolischen Ekstatiker wird unter ihren magischen Händen ein singender Engel, dessen "Cantabile" die unerhört sensitive, melancholische Anmut des Italieners offenbart, der viel zu oft als technokratischer Exhibitionist missverstanden wird. Ähnlich verfährt sie mit Beethovens G-Dur-Sonate, deren festliches Melos sie immer wieder mit einem tänzerischen Augenzwinkern durchsetzt und mit geschliffenen Lagenwechseln demonstriert, dass der vermeintlich introvertierte Misanthrop auch lächeln kann. Dass Natasha Korsakova immer wieder so unkonventionelle Perspektiven gelingen, liegt natürlich auch an ihrem großartigen Partner. José Gallardo ist ein Idealfall von Begleiter, ein Gentleman-Pianist: gedämpft, diskret, mit der subtilen, gleichwohl interpretatorisch reichen Reduktionskunst des Alleskönners bereitet er Korsakova eine Bühne, ach was: einen Kosmos an Entfaltungsmöglichkeiten, fordert sie zum Dialog heraus, scheut sich aber auch nicht, gelegentlich das Heft in die Hand zu nehmen. Wunderschön zu hören war das in Cesar Francks A-Dur-Sonate, jenem aufwühlenden Drama der Sinne, in dem sich satzstrenge Nachdenklichkeit und farbige Impulsivität der Musiksprache symbolisch verstärken. Francks Botschaft ist auch die von Natasha Korsakova und José Gallardo an diesem Abend: Unter der Oberfläche aus Tradition und Eindeutigkeit schwingt immer auch die Faszination unbekannter, fremder Welten. Wer sie verstehen will, braucht Mut - und gute Ohren."
Süddeutsche Zeitung

Natasha Korsakova und Oleg Poliansky in der Wigmore Hall, London

"... Natasha Korsakova sieht aus, als käme sie direkt aus einem Gemälde von Augustus John, aber da ist nichts Trügerisches an ihrem untadelig sensiblen Spiel. Beginnend mit Bachs Chaconne, hob sie die Erhabenheit und Weite dieses einschüchternden Werkes - in dem die Geige alle Klangfarben des Orchesters annehmen muss - mit entspannter Autorität hervor... Nach der Pause, Feuerwerke. Korsakova bot eine Darbietung von Saint-Saens' Bravourstudie, der Valse Caprice, mit makelloser Präzision und einem verschmitzten Lächeln. Ravels Sonate in G-Dur bildete ein erhebendes Finale. Sie gaben eine Gershwin-Zugabe, dann ein Stück Swing im Grapelli-Stil, als ob die Party gerade erst in Gang käme. Mehr, bitte! Diese charismatischen Künstler sollten so schnell wie möglich wiederkommen!"
The Scotsman

"... Natasha Korsakovas dynamische Bandbreite, ihr Klang und ihre Intonation waren es wert, in den höchsten Tönen gepriesen zu werden."
Yorkshire Post